Langsam neigt sich die Woche zum Ende zu. Wenn ich aus dem Fenster meines Büros schaue, dann hat sich eine weiße Schneedecke über Bäume und Felder gelegt und in rund einer halben Stunde wird mein wrestlingfreies Wochenende beginnen. Wobei … wrestlingfrei? Als ich vor zwei Wochen mit Ahmed Chaer telefoniert habe, hat er einen wahrlich zutreffenden Spruch rausgehauen.

„Ich bin selbstständig – das heiße ich arbeite selbst und zwar ständig.“

Es werden sicherlich einige dringende Anfragen per E-Mail, WhatsApp oder Facebook Messenger eingehen und das ereignisreiche Shotgun von heute erfordert ebenso sicherlich eine Aufarbeitung in einigen Newspostings. Ganz frei ist dann doch nie, aber zumindest bleibe ich zuhause.

Letztes Wochenende bin ich 1200 entspannte Kilometer gefahren und dann nochmal 500 von Köln nach Steinheim. Letzteres 500 Kilometer haben mich so einigen Angstschweiß gekostet in einem Auto mit Sommerreifen auf verschneiten Straßen. Schön, wenn dann der Fahrer des Ringtrucks anruft und berichtet, dass er einige Kilometer voraus beinahe von einer Brücke gerutscht ist.

Da ist man auch über kleinere Zuschauerzahlen dankbar, denn nicht jeder würde in diesem Wetter zu einem Event fahren. Gut, mich persönlich hätte auch die von Saruman heraufbeschwörte weiße Wand im Nebelgebirge nicht von Live-Wrestling abgehalten, aber ich bin ja auch ein spezieller Fall.

Ich bin stolz auf unser Team, wenn ich sehe, wie Steinheim 2014 und wie Steinheim 2015 gelaufen ist. Abläufe werden runder, das Team eingespielter und unser Wrestling immer besser. In der Jahresendumfrage ist keine einzige Frage so umwerfend positiv beantwortet worden wie die nach eurer Zufriedenheit mit unserem In-Ring-Produkt. Das ist schon ein echtes Kompliment, danke euch dafür.

Euer Feedback online und in der Halle, das bekräftigt uns in unserer Arbeit und das ist alleine deshalb wertvoll. Schön, wenn ihr euch die Zeit dafür nehmt … ich freue mich darauf, die gemeinsame Reise nächste Woche in Berlin fortzusetzen.

Tassilo Jung

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